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Berlin ist in den Zwanzigerjahren die Stadt, die niemals schläft. Nach dem Krieg haben Hunderte Lokale ihre Türen geöffnet und locken die Stadtbewohner und immer mehr Besucher aus aller Welt an. In all den Bars, Spelunken, Theatern, Varietés, Kneipen, Cafés und Restaurants schwingt fast immer eine ganz spezielle Note mit: Erotik liegt in der Luft. Nackte Haut, tiefer Ausschnitt, Kajal und Lippenstift für Männer wie Frauen und eine lange Zigarettenspitze.

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Sex wird enttabuisiert. Plakate an Litfaßsäulen werben für Varieté-Vorstellungen mit Schönheiten in verführerischen Kostümen. An jedem Kiosk kann man einen Blick auf Titelseiten mit verheißungsvollen Körpern von Frauen und auch Männern werfen, die Zensur ist gefallen, es gibt Bücher zur sexuellen Aufklärung.

Versteckt in einer Seitengasse am Alexanderplatz liegt zum Beispiel das Café Braun. Hier kann man – na klar – Essen und Trinken bestellen, dazu gibt es noch eine Tanzfläche, eine Bühne, eine Bar. Ein ganz normales Lokal also? Nicht ganz. Denn im hinteren Teil befinden sich kleine Separees, Liebeslauben, in die sich Paare für intime Momente zu zweit zurückziehen können. Kostet dann zwei Mark extra.

Der Autor Mel Gordon hat für seinen prächtigen Bildband “Sündiges Berlin – Die zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang” 200 zeitgenössische Quellen untersucht und ein Verzeichnis des erotischen Nachtlebens erstellt. Mehr als 500 solcher Lokale gab es demnach in der Hauptstadt. 50 davon – für Reiche, Arme, Schwule, Lesben, Nudisten oder Unterweltler – beschreibt Gordon detailliert. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

“Haus Vaterland”, Mutter der Erlebnisgastronomie

Den Potsdamer Platz beherrscht das “Haus Vaterland”, hell erstrahlt die mehrstöckige Fassade im Lichterglanz. In diesem gigantischen Amüsierpalast, der vom Hotel Kempinski betrieben wird, können 6000 Gäste gleichzeitig in einem Dutzend Themenrestaurants – Löwenbräu, Wildwest-Bar, spanische Bodega – speisen. Die Architektur ist bombastisch, es gibt Marmortreppen, Brunnen mit farbigen Lichtern, künstliche Seen und riesige Panoramabilder an den Wänden.

Zwölf Kapellen spielen im Haus, 24 kostümierte Tänzerinnen zeigen ihre schönen Körper und 50 Kabarettkünstler ihre Nummern, halbseidene Damen hoffen auf zahlende Kundschaft. Wer als Tourist nach Berlin kommt, aus dem Inland oder aus dem Ausland – das “Haus Vaterland” muss man gesehen haben.

Wer selbst kein Geld hat, um es nachts für den Amüsierbetrieb auszugeben, der findet – bei entsprechender Gegenleistung – vielleicht einen spendablen Kavalier. Attraktive, aber leider nicht zahlungskräftige junge Männer und Frauen können sich trotzdem mitvergnügen, wenn sie bereit sind, sich dafür zu verkaufen: Insbesondere exquisite Lokale haben Hinterzimmer eingerichtet, für die verdeckte Prostitution mit den hübschen jungen Stammgästen.

Garniert vielleicht noch mit einer Prise Koks, kann von hier die gemeinsame Reise durch das wilde Nachtleben der Hauptstadt beginnen. Und wenn es gut läuft, bringt der oder die Gelegenheitsprostituierte morgens auch noch für die Lieben daheim Geld mit nach Hause.

Einige Dutzend gut aussehende ehemalige Offiziere, jetzt allerdings arbeitslos, nehmen eine Sonderstellung im städtischen Amüsierbetrieb ein. Sie verdienen sich ihr Geld in den vornehmsten Etablissements als sogenannte Eintänzer. Ihre schneidigen Uniformen weisen sie als “Männer von Stand und Rang” aus, auch wenn sie alle militärischen Abzeichen von ihnen entfernen mussten. Dank ihrer geschliffenen Umgangsformen wirken die Offiziere a. D. auf die Damenwelt immer noch so anziehend, dass zahlreiche wohlhabende Frauen bereit sind, für ein paar Tänze im Arm des Galans bares Geld zu zahlen. Selbst im piekfeinen Hotel Adlon gehören Eintänzer zum guten Ton.

Nacktrevue im “Himmel und Hölle”

Am Kurfürstendamm, gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, liegt das glamouröse “Himmel und Hölle”. Hier verkehrt die Elite des Berliner Nachtlebens: aufstrebende Politiker, reiche Erben, Playboys, langbeinige Diven. Das Essen in den beiden Themen-Restaurants, in dem in hellblaues Licht getauchten “Himmel ” und in der rot beschienenen “Hölle”, ist nur das Vorspiel. Jeden Abend um Mitternacht gibt es hier erotisch-knisterndes Cabaret vom Feinsten zu sehen: Bis zu 50 junge Schönheiten treten in einer raffinierten Nacktrevue auf.

Die Choreografin namens Madeleine Nervi setzt dabei auf Abgründiges – etwa auf “25 Aktbilder aus dem Leben des Marquis de Sade”, wie Plakate damals anpreisen. In den Genuss solch einer Vorstellung kommen nur ausgewählte Besucher: Das “Himmel und Hölle” ist allein für Besitzer prallgefüllter Portemonnaies erschwinglich.

Wenn’s deutlich günstiger sein soll, geht’s zum Beispiel “Zum Hundejustav” an den Stettiner Bahnhof im Berliner Norden. Ab drei Uhr morgens wird es hier erst richtig voll. Viele der Gäste üben nicht ganz so ehrbare Berufe aus. Die Kneipe ist ein Treffpunkt der Berliner Unterwelt, von Gangstern aller Couleur, Taschendieben zum Beispiel, und Zuhältern, registrierten Prostituierten und einigen Obdachlosen. Auch deutschsprachige Afrikaner aus Kamerun zählen zu den Gästen.

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Die dunkle Seite der Goldenen Zwanziger

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Ebenso schauen Polizeibeamte und Strafverteidiger hier nach Feierabend vorbei und sitzen an ihren Stammtischen. Musik gibt’s beim “Hundejustav ” natürlich auch: Gitarre, Banjo, der Piano- beziehungsweise Akkordeonspieler kann auch noch singen. Noch besser ist, wenn alle mitsingen und mit ihren Fingern auf die Holztische trommeln. Kneipenwirt Gustav soll früher Hundefänger gewesen sein und das Fleisch der Tiere gern essen, daher der Name seiner Kneipe.

Noch eine Etage tiefer ist offenbar das Publikum im “Kabarett Rote Mühle” neben dem Schlesischen Bahnhof angesiedelt. Hier verkehren stumpfe Unterweltgestalten, besonders Zuhälter, Prostituierte, Kokaindealer in ihrer “Freizeit” und den Angaben zufolge Heiratsschwindler. Jede Nacht soll es in dem alten, brechend vollen Kellerrestaurant zu Tumulten kommen.

Das im Namen des Lokals verkündete “Kabarett”-Programm scheint künstlerisch nicht besonders anspruchsvoll zu sein: Autor Gordon schreibt von einer benebelten, abgehalfterten Chanteuse, einem Stegreifdichter, einem Tanzpaar, das miteinander verheiratet ist, und einem Bauchredner aus der Nachbarschaft. Wegen des in Unmengen getrunkenen Alkohols sollen die “Künstler” vom Publikum derbe beschimpft worden sein, was wohl mit zum besonderen Charme dieses Etablissements gehörte.

Triumphzug für Tänzerin Josephine Baker

Das “Kabarett Rote Mühle” sollte übrigens nicht verwechselt werden mit der Bar “Rote Mühle” in Friedrichshain, die ein sehr schickes Etablissement zu sein scheint und mit einem künstlerisch gestalteten Plakat für sich wirbt.

Wenn es dunkel wird, gehen überall in in den Restaurants, Cafés, Bars, Cabarets, Revuen, Tanzlokalen und Lasterhöhlen der Hauptstadt die bunten Lichter an, und die Musik spielt auf. Im Krieg galt noch ein totales Tanzverbot, das erst Silvester 1918 aufgehoben wird. Tags drauf meldet das “Berliner Tageblatt”: “Wie ein Rudel hungriger Wölfe stürzt sich das Volk auf die lang entbehrte Lust. Noch nie ist in Berlin so viel, so rasend getanzt worden.” Und seitdem tanzt Berlin jede Nacht auf dem Vulkan.

Bühnenstar Josephine Baker hatte zahlreiche Prominente unter ihren Verehrern. Sie sei das “sensationellste Weib, das Menschenaugen je gesehen haben”, schrieb einst zum Beispiel der Schriftsteller Ernest Hemingway. In den Zwanzigerjahren wurden ihre Auftritte in Berlin zum Triumph. mehr…

Die junge Startänzerin sei ein “schönes Idol aus braunem Stahl und Bronze, Ironie und Gold”, schrieb der französische Literat Jean Cocteau.

Mit Plüschbananen zum Star: Josephine Baker in dem Outfit, das ihr endgültig zu Weltruhm verhalf – einem Gürtel aus 16 Plüschbananen. Die Tänzerin trug das Accessoire erstmals im April 1926 auf der Bühne der Folies-Bergère in Paris und lief im Rahmen der Revue “La Folie du Jour” auf Händen und Füßen rückwärts einen Stamm hinunter – um dann bei ihrem ausgelassenen Tanz die Bananen wippen zu lassen.

“Ich habe nur mich”: Josephine Baker in einem ihrer legendären Outfits aus Federn. Über ihr Selbstverständnis schrieb sie in ihren Memoiren: “Ich will Erfolg haben, nicht zurückstecken, nie mehr. Ein Geiger hat seine Geige, ein Maler seine Palette, aber ich habe nur mich, ich bin das Instrument, das ich pfleglich behandeln muss.”

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“Ich weiß nicht, welcher Teufel mich reitet”: Josephine Baker und ihr Tanzpartner Joe Alex bei ihrer Performance des “Danse de Sauvage”, Höhepunkt der “Revue nègre” (Aufnahme von 1925). Der hocherotische Pas de deux, den die beiden (im Wesentlichen mit Perlen und Federn bekleidet) auf der Bühne hinlegten, brachte das Publikum in Wallung. Baker schrieb darüber in ihren Memoiren: “Ich weiß nicht, welcher Teufel mich reitet, ich improvisiere nach der Musik, die mir ihren Willen aufzwingt, das heiße, brechend volle Theater, die Scheinwerfer, die mich verbrennen, haben mich verrückt gemacht. Fieberglut hat meinen ganzen Körper erfasst, sogar die Zähne und die Augen! Bei jedem Sprung glaube ich, an den Himmel zu stoßen, und wenn ich wieder herunterkomme, gehört mir die Erde.”

Schiel-Königin: Josephine Baker war nicht nur eine begnadete Tänzerin, sondern besaß auch noch viel komisches Talent. Das Foto zeigt sie 1926 bei einer rasanten Schiel-Performance in Paris. Josephine Baker sei berühmt dafür, dass sie nicht “nur mit dem Körper, den Beinen und Armen, sondern auch mit den Augen tanzt. Ganz Paris schwärmt von dem Augentanz der Josephine Baker”, schrieb die Zeitschrift “Die Bühne”.

Dschungelkönigin: Ob mit ausgestopftem Tiger wie auf dieser Aufnahme von 1926, mit Bananenröckchen oder Flamingofeder – Josephine Baker ließ sich bereitwillig auf das Stereotyp der wilden, ungezügelten Urwald-Grazie ein. Um sich insgeheim köstlich darüber zu amüsieren. “Die Fantasie der Weißen hat es wirklich in sich, wenn’s um Schwarze geht”, wird sie von ihrer Biografin Phyllis Rose zitiert.

Düstere Vergangenheit in St. Louis: Josefine Baker als kleines Mädchen (undatierte Aufnahme). Schon mit acht Jahren musste sie die Schule verlassen und als Küchenhilfe und Babysitterin arbeiten. In einer Familie wäre sie beinahe verhungert, in einer anderen versuchte der Hausherr sie zu vergewaltigen. Mit zehn stand sie erstmals auf der Bühne – im Keller ihrer Mutter. Jeder, der zuschauen wollte, musste eine Nadel als Eintrittsgeld mitbringen. “Das ist meine Kindheit. Ich hatte keine Strümpfe, ich fror und ich tanzte, um warm zu werden”, so Baker in ihrer 1927 veröffentlichten, von Marcel Sauvage aufgezeichneten Autobiografie. Eine zweite kam 1976 heraus, ein Jahr nach ihrem Tod, verfasst von Baker und ihrem Ex-Mann, dem französischen Komponist und Orchesterleiter Jo Bouillon.

Uneheliches Kind aus den Slums: Bei diesem Auftritt trug Josephine Baker ein für ihre Verhältnisse züchtiges Tüllkleid (aufgenommen 1925 in Paris). Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin wurde 1906 als Freda Josephine McDonald in den Slums von St. Louis, Missouri geboren. Sie war die uneheliche Tochter einer schwarzen Wäscherin und eines spanischen Schlagzeugers, der sich bald nach ihrer Geburt absetzte. Mit elf Jahren überlebte sie einen Pogrom gegen Schwarze, mit 13 wurde sie zwangsverheiratet.

Straßen-Strauß: Exotische Schönheit mit exotischem Gefährt – 1926 kutschierte Josephine Baker mit einem Straußengespann durch die Straßen Berlins. Mit zunehmender Popularität legte sich Baker immer extravagantere Accessoires zu. Die Sitze ihres Sportwagens ließ sie mit Schlangenleder auspolstern, ein Leopard mit Diamantenhalsband wurde ihr Lieblings-Haustier.

Autogrammstunde am Strand: 1925 ging Josephine Baker nach Europa – und löste mit ihren gewagten Tänzen eine regelrechte Hysterie aus. An diesem Strand in der Nähe von Kopenhagen waren die Menschen so von ihr begeistert, dass die Direktion des Badestrands es vorzog, einen Zaun um die “schwarze Venus” zu errichten (undatierte Aufnahme).

Allround-Talent: Nachdem Baker in den Zwanzigerjahren vor allem als knapp bekleidete, virtuose Tänzerin für Furore gesorgt hatte, begann sie vermehrt zu singen und sich als Schauspielerin zu profilieren. So übernahm sie etwa in der französischen Komödie “Fausse alerte” (1945, Regie: Jaques de Baroncelli) die Rolle des Kabarettstars Zazu (Szenenbild). Zudem brillierte sie in Filmen wie “Zouzou” (1934), “Princesse Tam Tam” (1935) und “Moulin Rouge” (1940).

Bürgerrechtlerin: Als Schwarze, die Diskriminierung am eigenen Leib erfahren musste, setzte sich Josephine Baker vehement gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. Das Foto zeigt sie am 28. August 1963 auf den Treppen des Lincoln-Memorials in Washington: Baker sprach anlässlich des “Marschs auf Washington für Arbeit und Freiheit” – jener politischen Demonstration gegen Rassendiskriminierung, bei der Martin Luther King seine berühmte Rede “I have a dream” hielt.

“Schwarze Mata-Hari”: Josephine Baker (rechts) war weit mehr als nur eine begnadete Tänzerin im frivolen Bananenröckchen – sie engagierte sich zeitlebens auch politisch. Im Auftrag des französischen Geheimdienstes ging Baker während des Zweiten Weltkriegs nach Marokko, engagierte sich beim Roten Kreuz und in der Résistance. 1946 wurde sie für ihr Engagement mit der großen Verdienstmedaille der Résistance-Kämpfer, der Rosette der Legion d’honneur und dem goldenen Lothringerkreuz geehrt. Als “schwarze Mata-Hari” bezeichnete die “Zeit” sie in einem Artikel von 1948.

Verfilmte Legende: 1991 kam der Film “The Josephine Baker Story” ins US-Fernsehen. Regie führte Brian Gibson, in die Rolle der Josephine Baker schlüpfte die Schauspielerin Lynn Whitfield.

Furchteinflößender Federschmuck: Josephine Baker verzichtete auch als alternder Star nicht auf ihr exaltiertes Bühnen-Outfit. Bei diesem Auftritt in London 1974 beeindruckte sie ein Jahr vor ihrem Tod ganz in Hellblau – mit einer Sinfonie aus Strass und einem furchteinflößendem Federschmuck auf dem Kopf.

“Zusammenleben aller Rassen in gegenseitiger Achtung”: Josephine Baker 1964 im Kreise ihrer zwölf Adoptivkinder, die sie die “Regenbogenfamilie” taufte. Der Showstar konnte selbst keine Kinder bekommen – und wollte mit den Adoptionen der zehn Jungen und zwei Mädchen verschiedener Hautfarben ein Zeichen gegen Rassismus und für Mitmenschlichkeit setzen. “Die kleine Welt meiner Familie soll ein Beispiel dafür geben, was auch in der großen Welt verwirklicht werden muss: ein Zusammenleben aller Rassen in gegenseitiger Achtung”, so Baker. Die Kinder wuchsen in Bakers Schloss Les Milandes in Südfrankreich auf – wo sich weniger die Adoptivmutter denn häufig wechselnde Nannys um sie kümmerten.

Schnaps-Flasche mit einem Glas Cognac, Brandy Keller der Bodega Suau ..

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Geplatzter Traum vom Märchenschloss: Eine verbitterte Josephine Baker 1969 auf den Stufen ihres Schlosses Les Milandes im Périgord, die nackten Beine mit einer karierten Wolldecke bedeckt. Das Foto ging um die Welt – es markiert einen Tiefpunkt in der Karriere des Showstars: Da Baker pleite war, wurde das Schloss 1969 zwangsversteigert, die Schlossherrin und ihre zwölf Adoptivkinder wurden aufgefordert, das malerische Anwesen zu verlassen. Da Baker sich weigerte, wurde sie mit Gewalt herausgezerrt.

Sexsymbol, Schönheitsidol, Marke: Josefine Baker war nicht nur das dominierende Sexsymbol der Zwanzigerjahre, machte den Charleston in Europa heimisch und stand für selbstbestimmte Sinnlichkeit. Mit zunehmender Popularität wurde sie auch zur Marke aufgebaut. Die Frauen stylten sich die Haare mit der Pomade “Bakerfix”; die Tänzerin signierte, “Schmuckstücke, Parfums, Schals”, es habe “Baker-Kleider, Baker-Schuhe, Baker-Strümpfe…” gegeben, wie sie sich in ihren Memoiren erinnerte, die posthum erschienen.

Steinmetz, Hochstapler, Ehemann: Josephine Baker mit ihrem Manager und dritten Ehemann, dem sizilianischen Steinmetz Giuseppe “Pepito” Abatino. Der Italiener war nach dem Ersten Weltkrieg nach Frankreich emigriert, wo er sich als Graf ausgab – und es per Hochstapelei bis an die Spitze der feinen Gesellschaft schaffte.

45 Koffer voller Kostüme: Josephine Baker und ihr vierter Ehemann Jo Bouillon freuen sich in der Garderobe der Tänzerin im “Strand Theater” (Manhattan) über Fanpost. Nachdem sie jahrzehntelang in Europa gelebt hatte, kehrte sie 1951 in die USA und an den Broadway zurück – wo sie frenetisch gefeiert wurde. Für ihre fünfmonatige Amerika-Tournee benötigte sie 45 Koffer, um all ihre Kostüme unterzubringen.

Raubtier mit Diamantenhalsband: Showstar Josephine Baker in Begleitung ihres geliebten Geparden “Chiquita” (Aufnahme von 1931). Die Direktion des “Casino de Paris” hatte ihr das Tier 1930 als Show-Requisite geschenkt. Doch die Tänzerin, die sich in ihrer Villa einen Privatzoo leistete, schloss den Geparden in ihr Herz, schenkte ihm ein Diamantenhalsband und nahm ihn fortan überall mit hin – zum feinen Dîner, auf Tournee-Reisen und manchmal sogar mit ins Bett. Allerdings waren nicht alle von Bakers Haustieren so elegant wie Chiquita: In ihrer Umkleidekabine hielt sie sich eine Ziege namens Toutoute, und in der Küche ihres Clubs “Chez Josephine” wohnte Schwein Albert – als Tellerreste-Vernichter.

“Nicht einmal schwarz”: Bedient sie das Stereotyp oder macht sie sich lustig? Mitunter trat Josephine Baker mit schwarz angemaltem Gesicht, weißen Lippen und viel zu großen Clown-Schuhen auf (aufgenommen 1927 in Paris) – ganz in der Tradition der amerikanischen Minstrel-Shows, in der Weiße klischeehaft Schwarze darstellen.

“Ultramodern und ultraprimitiv”: Werbeplakat für die “Revue Nègre”, die ab dem 2. Oktober 1925 im “Théâtre des Champs-Elysées” Premiere feierte und später auch im Pariser “Théâtre de l’Étoile” lief. Ab Silvester 1925/26 gastierte die Revue im Nelson-Theater für mehrere Wochen auf dem Kurfürstendamm in Berlin – und sorgte für einen unfassbaren Wirbel. Die Schwarzen auf der Bühne, notierte damals der Publizist, Diplomat und Mäzen Harry Graf Kessler, “sind ein Mittelpunkt zwischen Urwald und Wolkenkratzer, ebenso ihre Musik, der Jazz, in Färbung und Rhythmus. Ultramodern und ultraprimitiv.”Sie selbst verwahrte sich dagegen, in Schubladen einsortiert zu werden. “Nicht Tänzerin, nicht Schauspielerin, nicht einmal schwarz: Josephine Baker, das bin ich!”, schrieb sie.

“Mit den Hüften wackeln”: Tänzerin Josephine Baker beim Auftritt in der “Ziegfeld Follies”-Revue im New Yorker “Winter Garden Theatre” (Aufnahme von 1936). Ihr Bananenröckchen hat sie gegen einen furchterregenden Stachelgurt getauscht, der gleichermaßen Becken wie Brüste umspielt. In ihren Memoiren von 1927…

…umschrieb sie ihre Vorliebe, den Hintern beim Tanz einzusetzen, so: “Es handelt sich nämlich darum, mit den Hüften zu wackeln, rechts herum, links herum, von einem Fuß auf den anderen, den Popo spielen zu lassen und mit den Händen zu wedeln. Seit einiger Zeit”, so Baker, “wird der Popo zu sehr versteckt. Er ist aber doch da, der Popo. Ich wüsste auch nicht, was man ihm vorzuwerfen hätte!”

Misserfolg in der Heimat: Josephine Baker hoffte, mit ihrer bombastischen Broadway-Revue an die Pariser Erfolge anzuknüpfen – und wurde bitter enttäuscht. So schrieb das Magazin “Time”, sie sei “nichts weiter als eine junge Schwarze mit etwas hervorstehenden Zähnen, …

…deren Figur sich in jeder Nachtklubshow finden ließe und deren Gesang und Tanz außerhalb von Paris praktisch überall übertroffen werden dürfte” (in einem “Time”-Kommentar vom 10. Februar 1936).

Ein anderer Kritiker befand: Der Nacktheitskult und die “Devise Hoch-das-Bein sind nicht mehr gefragt!” Als Baker enttäuscht über den Misserfolg in ihrer US-Heimat das Schiff zurück nach Europa nahm, musste sie als schwarze Künstlerin im Unterdeck reisen. Ein Jahr später nahm sie die französische Staatsbürgerschaft an.

Tod mitten im Triumph: Prominente wie die Fürstin Grazia Patricia von Monaco (links) nahmen am Trauergottesdienst für Josephine Baker Abschied, der am 19. April 1975 in der Kirche von Saint-Charles in Monaco stattfand. Die 69-jährige Diva war am 12. April in Paris an Herzversagen gestorben – nur vier Tage nach ihrem umjubelten Comeback auf der Bühne. Als bedeutender Weltkriegs-Veteranin wurden Josefine Baker die Ehren eines französischen Militärbegräbnisses zuteil: Der Staat gedachte der einstigen Spionin und Widerstandskämpferin mit 21 Schuss Salut.

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Das Nelson-Theater am Kurfürstendamm präsentiert am Silvesterabend 1925 eine Varieté-Sensation: Dort tritt ein aufstrebender Star aus der Pariser “Revue Nègre” auf, ein 19-jähriges, bisexuelles Tanzwunder aus Übersee – Josephine Baker. Die Berliner Zeitungen kriegen sich vor Begeisterung kaum noch ein. Baker wirbelt über die Bühne mit nackten Brüsten, lässt ihre mit roten und blauen Federn geschmückten Hüften kreisen, schneidet Grimassen, läuft auf allen vieren, trillert mit den Füßen und tanzt einen rasend schnellen Charleston. Die Zuschauer geraten in Ekstase.

“Ihr Popo, mit Respekt zu vermelden, ist ein schokoladener Grieß-Flammerie an Beweglichkeit”, schreibt die Kulturzeitschrift “Der Querschnitt”. Atemberaubend ist Bakers erotischer Pas de deux mit ihrem Bühnenpartner, dem Senegalesen Joe Alex, genannt “Danse sauvage” – wilder Tanz.

Als sich die Tänzerin ab April 1926 den berühmten Gürtel aus Plüschbananen um die Hüften bindet, avanciert sie über Nacht zum ersten schwarzen Superstar. Die schlanke junge Frau mit den sinnlich-akrobatischen Bewegungen ist ein Sexsymbol und passt perfekt zum vergnügungssüchtigen Berlin der Zwanzigerjahre.

“Laster noch und noch! Kolossale Auswahl!”

In ihren Memoiren schreibt Josephine Baker später, dass sie in keiner anderen Stadt so viele Blumen und Geschenke bekommen habe: “Berlin, das ist schon toll! Ein Triumphzug. Man trägt mich auf Händen.” Sie feiert die Nächte durch und entdeckt in Berlin das beste Bier der Welt. Die gefeierte Künstlerin löst eine wahre Tanz-Manie aus.

Charleston, Shimmy und Foxtrott heißen die neuen Tänze aus Amerika. Lernste schnell! Hoch die Schampus-Gläser und hoch die Mollen!

Die Stadt kann den Hals nicht voll genug kriegen. Berlinerinnen kappen die alten Zöpfe, tragen jetzt Bubikopf und dazu Seidenstrümpfe. Gemeinsam haut man sich die Nächte um die Ohren. Berlin flirtet, knutscht und hat Sex, auch Männer mit Männern und Frauen mit Frauen oder alle miteinander. Zugucken oder mitmachen – alles ist möglich. Berlin raucht Kette und zieht von einem Nachtlokal zum nächsten. Zig Millionenstädter leben mit ihrer Lebenslust, ihrem Lebenshunger und ihrer Lebensgier in “Sünde”.

Weg mit den alten wilhelminischen Moralvorstellungen! Und weg mit der Angst, Angst vor Krieg, Armut und Ungewissheit, lasst uns lieber ins Vergnügen stürzen!

Schriftsteller Klaus Mann, Sohn des Nobelpreisträgers Thomas Mann, beschreibt in seiner Autobiografie “Der Wendepunkt” 1942, wie er die Hauptstadt in den Zwanzigerjahren wahrgenommen hat:

“Ich bin Babel, die Sünderin, das Ungeheuer unter den Städten. Sodom und Gomorra waren nicht halb so verderbt, nicht halb so elend wie ich! Nur hereinspaziert, meine Herrschaften, bei mir geht es hoch her, oder vielmehr, es geht alles drunter und drüber. Das Berliner Nachtleben, Junge-Junge, so was hat die Welt noch nicht gesehen! Früher mal hatten wir eine Armee, jetzt haben wir prima Perversitäten! Laster noch und noch! Kolossale Auswahl! Es tut sich was! Das muß man gesehen haben!”

Der britische Schriftsteller Netley Lucas, eine schillernde Persönlichkeit und selbst mehrfach verurteilter Trickbetrüger, zeichnet das damalige Berlin sogar in noch drastischeren Worten:

“Und nun kommen wir zu der schäbigsten Unterwelt aller Städte – jener des Nachkriegs-Berlins. Seit der Friedenserklärung sucht Berlin sein Heil in den schlimmsten Ausschweifungen, die man sich nur vorzustellen vermag. Der Deutsche ist abstoßend in seiner Amoral, er wünscht seine Halbwelt und seine zwielichtigen Vergnügungen ohne jegliche Kultur oder Verfeinerung; er genießt das Obszöne in einer Form, die nicht einmal die Pariser dulden würden.”

Mit dieser für Berlin wenig schmeichelhaften Meinung ist Lucas nicht allein. Auch Ben Hecht, damals Auslandskorrespondent der “Chicago Daily News”, ist nicht angetan von den Ausschweifungen der Metropole. Er bezeichnet die Hauptstadt kurz und knapp als “erstklassige Brutstätte des Bösen”.

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Ist Berlin in den Zwanzigerjahren wirklich der tiefste Sündenpfuhl der Welt? Zeitzeuge Klaus Mann schreibt, dass “Millionen von unterernährten, korrumpierten, verzweifelt geilen, wütend vergnügungssüchtigen Männern und Frauen” versuchen, sich durch ihre Exzesse in einer auf den Kopf gestellten Welt der Realität des Alltags zu entziehen.

Dafür bietet die Stadt eine Menge exzellente Möglichkeiten, von der einfachen Kaschemme bis zur kristalllüsternen Edelbar. Und überhaupt ist Berlin damals ja die Stadt der jungen, lebenshungrigen Menschen: Ein Drittel der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt.

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